Viele Japanischlerner nehmen sich beim Erlernen der Sprache das Ziel den Japanese Language Proficiency Test (日本語能力試験), oder kurz JLPT, zu bestehen. Doch diese Japanisch-Prüfung ist nicht einfach. Wir geben dir hier ein paar Tipps, wie du dich auf die Prüfung vorbereitest und was du am Prüfungstag beachten solltest.

Vorbereitung auf den JLPT

Wenn du dich entschieden hast am JLPT teilzunehmen, solltest du dir zuerst über dein aktuelles Sprachlevel bewusst werden und daraufhin entscheiden, in welcher Stufe du die Prüfung ablegen möchtest. Der JLPT hat fünf Schwierigkeitsstufen, angefangen vom einfachesten N5 bis hin zum schwierigsten N1. Wie viele Vokalbeln und Kanji die jeweiligen Stufen enthalten, findest du auf Übersichten im Internet. Diese sind zwar nicht offiziell, geben aber einen ungefähren Eindruck, was du können musst. Auf der offiziellen JLPT-Webseite kannst du Testfragen beantworten, um dein Level herauszufinden.

JLPT logo

Fange rechtzeitig an zu lernen!

Erstelle dir eine Übersicht der Inhalte, die du bis zum Stichtag können musst. Dafür gibt es Tabellen im Internet, aber auch zahlreiche Bücher zur Vorbereitung auf diese Japanisch-Prüfung. Meist ist das jede Menge, deshalb solltest du rechtzeitig mit dem Lernen anfangen. Beispielsweise schafft man die etwa 1.000 Kanji und etwa 6.000 Vokabeln für den N2 nicht innerhalb von 2 Wochen. Hinzu kommen zudem noch zahlreiche Grammatikregelungen und ein gutes Hörverständnis.

Wenn du ganz strukturiert herangehen möchtest, kannst du dir sogar einen Lernplan erstellen und dir tägliche Lernzeiten festlegen, damit du schnell alles Wichtige lernen kannst und noch Zeit für Wiederholungen vor der Japanisch-Prüfung bleibt.

Benutze unterschiedliche Materialien

Zur Vorbereitung auf den JLPT gibt es zahlreiche Bücher, die alle ihre eigenen Strukturen und Wege haben, das erforderliche Wissen zu vermitteln für die Japanisch-Prüfung. Wenn du die Möglichkeit hast, in mehrere Bücher einen Blick hineinzuwerfen, solltest du dies auf jeden Fall tun. Nichts ist besser als in verschiedenen Werken in der Buchhandlung zu stöbern und sich dann für das zu entscheiden, mit dem man zumindest augenscheinlich am besten zurechtkommt. So kann man Fehlkäufe vermeiden und Geld sparen.

In den heutigen Zeiten ist natürlich auch das Internet zum Lernen sehr beliebt. Auf zahlreichen Webseiten findet man inzwischen Vokabel- und Kanji-Trainer, die einem helfen all diese zu verinnerlichen. Auch für das Smartphone ist die Auswahl an Lernapps recht groß. Zudem bilden diese anderen Medien eine gute Alternative zu den mit der Zeit manchmal langweilig werdenden Büchern. Praktisch für unterwegs sind sie allemal.

Auch wenn du dich gezielt auf die JLPT-Prüfung vorbereitest, ist es empfehlenswert nebenbei noch andere Medien zu nutzen. Japanische Filme oder Fernsehen schauen, japanische Musik hören, Geschichten, Bücher oder Manga lesen. Das verbessert nicht nur die Japanischkenntnisse an sich, sondern gibt einem auch noch das Gefühl durch das Lernen etwas erreicht zu haben. Und das ermutigt immer weiter zu machen.

Student worried for her exams

Mache Testprüfungen und Übungsaufgaben

Den JLPT gibt es schon ein paar Jahre und so besteht auch die Möglichkeit in alte Tests einen Blick zu werfen und diese als Probelauf zu Hause durchzuführen. Es gibt offizielle Prüfungsbücher, die ganze Prüfungen inklusive Höraufgaben auf CD enthalten, aber auch viele andere Bücher mit Übungsaufgaben für die unterschiedlichen Bereiche der Japanisch-Prüfung. So weißt du nicht nur auf welchem Wissensstand du bist, sondern bekommst auch gleich noch ein Gefühl dafür wie die richtige Prüfung aufgebaut ist. Dadurch kann dir Unsicherheit während des Prüfungstags genommen werden und du wirst sicherer in dem, was du machst.

Am Tag der JLPT-Prüfung

Der große Tag ist gekommen und du bist wahrscheinlich aufgeregt. Versuche trotzdem gut zu frühstücken, denn die Energie wirst du später brauchen. Mache dich rechtzeitig auf den Weg zum Prüfungsort und plane Verzögerungen unterwegs ein. Solltest du zu früh da sein, kannst du vor Ort noch einmal in deine Bücher oder Lernapps hineinschauen. Nur zu spät kommen darfst du nicht, denn im schlimmsten Fall wirst du dadurch von der Prüfung ausgeschlossen.

Die Durchführung sollte weltweit gleich sein, unterscheidet sich allerdings in kleinen Dingen innerhalb der unterschiedlichen Länder. Ich selbst habe den JLPT im Niveau N4 in Japan geschrieben. Die Regelungen waren recht streng. Auf dem Tisch waren nur ein Bleistift, ein Radiergummi ohne Hülle und ggf. noch ein Spitzer erlaubt. Das Handy musste ausgeschaltet werden und in einer Plastiktüte in die Tasche gepackt werden. Essen und Trinken waren im Prüfungsraum nicht erlaubt. Wer den Raum während der Japanisch-Prüfungverlässt, hat in diesem Teil des Testes null Punkte und auch von den kurzen Pausen musste man überpünktlich zurück sein. Bereite dich also gedanklich schon auf strenge Regeln vor.

Je nach Stufe gibt es drei Prüfungsteile (N5 bis N3) oder nur zwei (N2 und N1). Während der Japanisch-Prüfung solltest du dir die wenige Zeit gut einteilen. Wenn du an einer Frage hängst, denke nicht zu viel darüber nach und überspringe sie erst einmal. Falls am Ende noch Zeit ist, kannst du noch einmal über das Problem nachdenken oder einfach raten. Vor allem in den oberen Stufen, wo Sprachwissen und Lesen in einem Teil zusammengefasst ist, solltest du dir vorher, je nachdem wo deine Stärken und Schwächen liegen, schon eine Reihenfolge überlegen, in der du die Prüfungen machst.

Wir hoffen, dass dir diese Tipps weiterhelfen und wünschen dir viel Erfolg beim Lernen und bei der Japanisch-Prüfung.