Der Umzug nach Japan wird wahrscheinlich einer der aufregendsten Momente deines Lebens sein. Aber dieser kann auch stressig und überwältigend sein, insbesondere wenn du nicht mit damit vertraut bist, was du alles nach der Ankunft in Japan tun musst.

Wir haben eine kleine To-Do-Liste mit den wichtigsten Dinge erstellt und unsere eigenen Tipps mit eingebracht, um hoffentlich deinen Start in dein neues Leben in Japan ein bisschen einfacher zu gestalten.

Japanese Zairyu Card

Aufenthaltskarte (Residence Card)

Alle Ausländer, die langfristig in Japan wohnen (einschließlich derjenigen mit einem Studentenvisum), müssen eine Aufenthaltskarte, oder auch Zairyu-Card (在留) genannt, besitzen. Es wird erwartet, dass du diese jederzeit bei dir hast, und du musst sie vorzeigen, um beispielsweise einen Mobilfunkvertrag abzuschließen, ein Bankkonto zu eröffnen oder einen japanischen Führerschein zu erhalten.

Das Gute ist, dass du deine Aufenthaltskarte ganz einfach bekommen kannst: Sie wird dir bei deiner Ankunft am Flughafen ausgestellt.

Unterkünfte in Japan in 2020 mit Go! Go! Nihon

Eine Unterkunft finden

Im Idealfall hast du vor deiner Ankunft in Japan schon eine Unterkunft gefunden und gebucht. Go! Go! Nihon kann dir dabei mit unserem Netzwerk von Partneragenturen helfen.

Wenn du jedoch noch keine feste Unterkunft gefunden hast, sollte dies eine deiner nächsten Prioritäten sein. Lies unseren Artikel, um dich mit den verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten vertraut zu machen und anhand deines Budgets und deiner Wohnpräferenzen zu bestimmen, welche für dich am besten geeignet ist.

Oftmals ist der Prozess eine Unterkunft zu mieten sehr kostspielig und schwierig aufgrund der Sprachbarriere. Go! Go! Nihon kann dir auch nach deiner Ankunft in Japan bei der Suche nach einer Unterkunft helfen. Nimm Kontakt mit uns auf, wenn du Hilfe benötigst.

Deine Adresse beim Rathaus melden

Nachdem du eine Unterkunft gefunden hast, musst du deine Adresse innerhalb von 14 Tagen beim örtlichen Rathaus registrieren. Schnapp dir deinen Reisepass und deine Aufenthaltskarte und fülle dort ein jumin ido todoke 住民異動届 Formular aus – wie du das machst, kannst du hier lesen.

Deine neue Adresse wird in der Datenbank deines örtlichen Rathauses gespeichert und auf die Rückseite deiner Aufenthaltskarte gedruckt.

Beachte, dass du keine temporären Adressen wie ein Hostel oder Airbnb registrieren kannst.

Nationale Krankenversicherung

Nachdem du deine Adresse registriert hast, solltest du die Abteilung für die Krankenversicherung (kokumin kenkō hoken 国民健康保険) deines Rathauses aufsuchen. Es ist obligatorisch, dass alle Einwohner Japans entweder bei der nationalen Krankenversicherung oder der Krankenversicherung für Arbeitnehmer angemeldet sind. Letzteres gilt, wenn du für einen Arbeitgeber arbeitest, der die Krankenversicherungsleistung anbietet, und das Unternehmen dir dabei hilft, dies zu beantragen.

Die Anmeldung für die nationale Krankenversicherung ist recht unkompliziert. Du musst ein Formular ausfüllen, das dem Formular  für die Registrierung deiner Adresse ähnelt und es dem Personal des Rathauses übergeben. Deine Gebühren für die Krankenkasse richten sich nach dem Einkommen des Vorjahres, sodass du als Student weniger bezahlen wirst.

Du erhältst deine Krankenkassenkarte per Post. Diese solltest du immer bei dir haben, wenn du einen Arzt, das Krankenhaus oder die Apotheke aufsuchen musst. Du erhältst auch deine Rechnungen für die Gebühren der Krankenversicherung per Post. Diese musst du monatlich bezahlen und das kannst du ganz einfach im nächsten Convenience Store erledigen.

Lies mehr über das Krankenkassensystem in Japan in unserem Artikel.

Anmeldung bei der Rentenkasse

Alle Einwohner Japans, einschließlich dieser mit einem Student Visa, müssen sich ebenfalls für die Rentenkasse anmelden. Wie viel du bezahlst, hängt davon ab, wie hoch dein Einkommen in Japan ist. Da die Gebühren vom Einkommen des Vorjahres abhängen, musst du im ersten Jahr normalerweise nichts bezahlen. Wenn du Sprachschüler bist und nicht arbeitest oder ein geringes Einkommen hast, kannst du einen Freistellungsauftrag einreichen.

Wenn du arbeitest, sollte dein Unternehmen dir helfen, dich für die Rentenkasse anzumelden. Wenn nicht, kannst du dich bei der Rentenabteilung deines Rathauses selber dafür anmelden. Wir empfehlen dir jedoch dringend dies mit jemandem zu tun, der für dich übersetzen kann, z. Bsp. einem Mitarbeiter deiner Schule.

Hier kannst du mehr über die Rentenkasse in Japan für Sprachschüler lesen.

Geld abheben am ATM

Ein Bankkonto eröffnen

Wenn du langfristig in Japan leben willst und während des Sprachkurses Teilzeit arbeiten möchtest, empfehlen wir dringend, ein japanisches Bankkonto zu eröffnen. Leider sind nicht alle Banken in Japan ausländerfreundlich. Wir empfehlen daher, ein Konto bei der Japan Post Bank zu eröffnen. Dies ist derzeit die einfachste Option für Ausländer die gerade erst nach Japan gezogen sind und du brauchst hierfür keinen Hanko (Stempel der als Unterschrift gilt), um dein Konto zu eröffnen (bei Banken in Japan ist es üblich, dass du einen persönlichen Stempel besitzt, um offizielle Dokumente zu signieren).

Weitere Informationen zur Eröffnung deines Bankkontos findest du in unserem Artikel.

Mobilfunkverträge

Als Ausländer einen passenden Mobilfunkvertrag zu finden, kann eine Herausforderung sein, da die bekanntesten Anbieter in der Regel nur langfristige verbindliche Verträge anbieten und eine Gebühr verlangen, wenn du versuchst, vorzeitig zu kündigen. Die Verträge sind in der Regel auch recht kompliziert und bieten teure Anrufoptionen.

Eine einfachere und beliebtere Option ist es, eine SIM-Karte von einem Anbieter wie Mobal zu buchen. Du kannst hier einen Sprach- und Datentarif erhalten, bei dem du keinen komplizierten langfristigen Vertrag unterschreiben oder hohe Gebühren zahlen musst, wenn du deinen Vertrag vorzeitig stornieren möchtest. Hier erhältst du auch Support auf Englisch, was hilfreich ist, wenn du mit deinen Japanischkenntnissen noch nicht so weit bist.

Möchtest du mehr über die verschiedenen Mobilfunkverträge in Japan erfahren? Hier kannst du mehr darüber lesen.

Zug fahren in Japan

Commuter Pass

Du kannst Geld sparen bei deinen täglichen Zugfahrten, indem du einen Commuter Pass kaufst. Anders als bei Monatstickets die für einen bestimmten Teil des Netzes gelten, gilt dieser Pass nur für eine feste Strecke und wird normalerweise für die Strecke zwischen Zuhause und der Schule oder Arbeit gebucht. Du zahlst für deine Fahrten zwischen den beiden Stationen und kannst an jeder Station auf der Strecke ein- und aussteigen.

Hier kannst du alles über den Commuter Pass lesen und wie du einen solchen kaufen kannst.

Hol dir deine Arbeitserlaubnis

Wenn du in Japan mit einem Studentenvisum lebst, kannst du bis zu 28 Stunden pro Woche in einem Nebenjob arbeiten. Dazu musst du jedoch zuerst eine Genehmigung einholen. Diese kannst du direkt nach deiner Ankunft in Japan am Flughafen beantragen. Go! Go! Nihon Schüler erhalten das Formular zum ausfüllen und beantragen schon vorab, sodass sie bei ihrer Ankunft dieses nur noch dem Zollbeamten übergeben müssen.

Wenn du also vorhast, während des Sprachkurses in einem Nebenjob zu arbeiten, lies dir unbedingt unseren Blog-Artikel durch, wie du deine Arbeitserlaubnis in Japan erhältst

Mach dir keine Sorgen, wenn das alles ein wenig überwältigend ist – dafür ist Go! Go! Nihon ja da! Wir helfen dir gerne weiter. Zögere nicht, uns für Fragen zu kontaktieren.

Wenn du mehr über das Leben in Japan lesen möchtest, folge unserem Blog, in dem wir alles behandeln, was du wissen musst!