Die japanische Animationsindustrie ist mittlerweile weltweit verbreitet, wobei ein Name besonders dominant ist: Studio Ghibli. Viele Reisende in Japan kommen mit der Absicht, in die magischen Welten dieser Filme einzutauchen und sie selbst zu erleben. In den Straßen Tokyos wird das natürlich schwierig, aber ganz in der Nähe, in Mitaka, wird man schnell fündig – denn dort befindet sich das Ghibli Museum.

Das Ghibli Museum ist so viel mehr, als nur ein simples Museum. Anstelle eines normalen Gebäudes mit einer Ausstellung, wurden einige der besten Elemente der Filme nachgebildet, um den Besuchern die Möglichkeit zu geben, Teil einer eigenen kleinen Ghibli Welt zu werden.

Auf dem Weg zum Ghibli Museum

Der Weg dahin

Es gibt zwei Möglichkeiten, um vom Mitaka Bahnhof zum Museum zu kommen: zu Fuß oder mit dem Bus.

Von der Südseite des Mitaka Bahnhofs fährt ein Linienbus für 320 Yen direkt zum Museum. Es ist zwar nicht gerade der Katzenbus, aber immerhin ist der Bus mit Ghibli Charakteren verziert und die wahrscheinlich schnellste und einfachste Variante.

Wer zu Fuß gehen will, kann entweder vom Mitaka oder Kichijo-ji Bahnhof losgehen, die Entfernung ist etwa die gleiche und beide Routen sind ziemlich gradlinig und einfach. Der Weg von Kichijo-ji verläuft durch einen Park, was ihn insbesondere im Frühling und Herbst zu einer schönen Route macht. Der Weg von Mitaka ist dank vieler Schilder ebenfalls einfach zu folgen – vor allem weil die Schilder im Totoro-Stil gemacht sind!

Riesiger Totoro am Eingang des Ghibli Museums

Ankunft

In dem Moment, in dem du von einem riesigen Totoro begrüßt wirst, bist du auch schon am Museum angekommen. Vergiss nicht, ihn zu begrüßen und ein Foto zusammen zu machen, bevor du das Museum betrittst. Und denk daran, dass innerhalb des Museums leider kein Fotografieren erlaubt ist, mach also stattdessen reichlich Bilder außerhalb des Gebäudes. Immerhin handelt es sich um kein normales Gebäude, sondern um ein buntes, von Pflanzen umhülltes Gebäude im typischen Ghibli-Stil.

Die erste Besonderheit ist direkt schon das Eintrittsticket. Jedes einzelne sieht aus, wie ein kurzer Filmstreifen, mit drei Einzelbildern aus einem der Ghibli Filme, so dass man untereinander vergleichen und raten kann, aus welchem Film das eigene Ticket stammt. Außerdem bietet das Ticket Zugang zu einem einzigartigen Ghibli Kurzfilm, der nirgendwo anders außer im Museum gezeigt wird. Ein Film ist meistens ca. 15 Minuten lang und ist auch ohne Japanischkenntnisse leicht zu folgen – Untertitel gibt es nämlich keine. Und alle paar Monate wird ein anderer Film gezeigt, so dass es auch bei mehreren Besuchen immer wieder was Neues zu sehen gibt.

Bild vom Katzenbus aus dem Film

Die Wunder entdecken

Wenn du von der Einzigartigkeit des Gebäudes nicht zu abgelenkt bist, dann fang nach dem Kurzfilm im Erdgeschoss mit deiner Erkundung an. Zu deiner Rechten wird sich ein Raum befinden, der in Dunkelheit gehüllt ist. Darin befinden sich mehrere Abteilungen mit Animationen verschiedenster Techniken, von projizierten Filmen bis hin zu einem 3D Zoetrop (auch „Wundertrommel“ genannt) hast du hier die Möglichkeit diverse Techniken und Hintergrundinformationen zu Animationen auf eine einzigartige Art und Weise kennenzulernen.

Unterwegs im Museum solltest du auch in den weniger berühmten, aber genauso spannenden Bereichen Halt machen. Zum Beispiel gibt es das Straw Hat Café, was vielerlei Leckereien im Ghibli-Stil anbietet; oder für die kleineren Gäste das Katzenbus Spielzimmer, in dem Kinder in und um einen Katzenbus spielen und toben können, umgeben von hunderten von fluffigen Susuwatari –  Quelle des Neids für viele Erwachsene.

Dann gibt es noch den Mamma Aiuto Shop. Gestaltet und dekoriert wie der Laden aus Porco Rosso, fällt es einem hier nur sehr schwer, sich beim Kauf der ein oder anderen Kleinigkeit zurückzuhalten. Außerdem gibt es noch das Tri Hawks Lesezimmer, dessen Name ein Wortspiel mit dem Namen der Stadt Mitaka ist, wo die meisten Bücher zwar auf Japanisch geschrieben sind, aber ein paar Sprachübungen zwischendurch schaden doch nie!

Auf der nächsten Ebene gelangst du in Miyazakis eigene Welt. Viele der Räume sind aufgebaut wie Animationsstudios, was insbesondere für Zeichnen- und Animationsbegeisterte Leute sehr interessant und inspirierend ist. Skizzen, Entwürfe und diverse Malereien bedecken jegliche Wände und Oberflächen und überall sind Farben, Zeichen- und Schreibstifte verstreut. Es ist wahrhaftig der Traum eines jeden Künstlers, der einmal in den Kopf Miyazakis mit all seinen fantasievollen Ideen schauen möchte. Auch hunderte von Storyboards füllen reihenweise Regale – allein in diesen Räumen könnte man locker einige Stunden verbringen.

Des Weiteren gibt es noch die Sonderausstellungen. Diese wechseln von Zeit zu Zeit, also hab ein Auge auf die aktuelle Ausstellung, wenn du deinen Besuch planst. Thema einer der kürzlichen Ausstellungen war zum Beispiel die Welt des Ghibli Essens. Räume wurden so konstruiert, wie die verschiedenen Küchen und Restaurants aussehen würden, wenn man aus ihnen ein Filmset machen würde. Typisch Japanisch gab es auch Essen aus Plastik, welches die bekanntesten Gerichte der Filmen darstellte sowie Storyboards und Kurzfilme, die einen Blick hinter die Kulissen der Kreation der Speisen in den Filmen zeigte und hervorhob, welches Geschick für ihr realistisches Aussehen gebraucht wird. Diese Ausstellung ist zwar schon vorbei, aber das Beispiel zeigt dennoch wie viel Aufwand und Mühe hinter jeder einzelnen Ausstellung steckt.

Nachdem du jede Ecke des Museums erforscht hast, vergiss nicht dich draußen noch ein wenig umzuschauen, denn die Umgebung ist nicht weniger magisch: Inmitten eines schönen, friedlichen Dachgarten ragt ein riesiger Kampfroboter aus „Das Schloss im Himmel“ empor.

Riesige Statue aus "Das Schloss im Himmel"

Tickets kaufen

Ein Besuch im Ghibli Museum muss bereits im Voraus gut geplant sein, denn im Museum selbst werden keine Tickets verkauft.

Wenn du dein Ticket von außerhalb Japans kaufen willst, musst du das über eine JTB Seite machen. Die Ghibli Webseite stellt Links zu diesen Seiten für die verschiedenen Länder zur Verfügung. Aufgeteilt in vier Monate lange Perioden, kann man ab dem ersten Tag des Monats einer Periode folglich für die folgenden vier Monate Tickets kaufen. Zum Beispiel gibt es ab dem ersten Januar Tickets für Januar bis einschließlich April.

Alternativ kannst du Tickets in einem Lawson konbini (コンビニ) kaufen. Dort kann man am 10. Tag des Monats für den folgenden Monat Tickets kaufen, Also wenn dein Museumsbesuch im Januar geplant ist, musst du am 10. Dezember die Tickets kaufen gehen.

Wenn du in Japan lebst, solltest du Tickets in deinem örtlichen Lawson kaufen. Davon gibt es 12.500 im ganzen Land verteilt, also ist eigentlich immer einer in der Nähe. Die Verkaufsdaten sind dieselben, wie wenn man von der Lawson Webseite kauft.

Go! Go! Nihon wird die Tickets für dich buchen, wenn du an unseren Japan Study Trips teilnimmst. Die meisten Ausflüge beinhalten einen Besuch ins Ghibli Museum. Für jeden Ghibli-Fan ein großartiges Erlebnis.

Nun hast du dein Ticket, weißt wie man zum Museum hin kommt und kennst die besten Bereiche, um in die Magie der Ghibli Welten einzutauchen.
Worauf wartest du noch?

Dieser Artikel ist eine Übersetzung von dem englischen [Original].

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