Wo lernt man eine Sprache besser als im Land, in dem die Sprache gesprochen wird? Das trifft natürlich auch auf Japanisch zu und deshalb kommt einem, wenn man Japanisch ernsthaft lernen möchte, irgendwann einmal die Idee in Japan eine Sprachschule zu besuchen.

Wenn du dich nun dafür entschieden hast dein Japanisch im Land der aufgehenden Sonne zu verbessern, stellst du dir sicher die Frage: Wie geht das eigentlich, Japanisch lernen in Japan?. Wir geben dir Rat!

Wo möchtest du Japanisch lernen?

Viele zieht es nach Tokyo. Denn wo kann man besser Japanisch lernen in Japan als in der berühmten Metropole Japans, die außerdem eine große Vielfalt an Sprachschulen bietet? Trotzdem solltest du auch darüber nachdenken, vielleicht einen anderen Ort in Erwägung zu ziehen, denn das Leben in Tokyo ist nicht günstig. Beispielsweise gibt es auch Sprachschulen in Osaka, Kyoto, Fukuoka und Hokkaido, in denen du Japanisch lernen kannst.

Vielleicht hast du schon davon gehört, dass in den unterschiedlichen Regionen Japans verschiedene Dialekte gesprochen werden. Darüber brauchst du dir allerdings keine Gedanken machen, denn an den Sprachschulen wird Hyoujungo (標準語, ひょうじゅんご) unterrichtet, welches als Standart-Japanisch gilt. Die örtlichen Dialekte kannst du dafür dann in deiner Freizeit außerhalb der Schule kennen lernen.

4 Städte in Japan

Wie lange möchtest du in Japan bleiben?

Du möchtest also Japanisch lernen in Japan. Eine wichtige Frage, die du dir gleich zu Beginn stellen solltest, betrifft die Zeitspanne deines Japanaufenthaltes.. Wenn du nur für eine paar Wochen oder Monate an eine Sprachschule gehen möchtest, kannst du das mit deinem Touristenvisum abdecken. Als deutscher Staatsangehöriger erhältst du bei Einreise ein Touristenvisum für 90 Tage, bei Bedarf und Vorlage von Gründen (Besuch einer Sprachschule) ist es möglich, dieses um weitere 90 Tage zu verlängern. Du kannst also fast 6 Monate in Japan bleiben und die Sprachschule besuchen. Beachte allerdings die Visaregelungen der verschiedenen Schulen und dass du mit dem Touristenvisum einige Sachen in Japan nicht machen kannst (Arbeiten, nationale Krankenversicherung, Kontoeröffnung, etc.).

Wenn du dich entscheidest länger als 6 Monate im Land zu bleiben, musst du vorher ein Studentenvisum beantragen. Der Prozess kann recht lange dauern (meist 3 Monate), also solltest du dich rechtzeitig darum kümmern. Nach deiner Anmeldung an der Sprachschule, wird diese bei der japanischen Immigrationsbehörde ein Certificate of Eligibility (CoE) beantragen, welches du bei der Visumsbeantragung benötigst. Die meisten Schulen starten ihre Kurse vier Mal im Jahr (Januar, April, Juli, Oktober) und es wird vorausgesetzt, dass du zu diesen Terminen anwesend bist

Der Aufenthalt mit einem Studentenvisum birgt einige Vorteile. Du darfst bis zu 28 Stunden in der Woche arbeiten und somit deine Haushaltskasse aufbessern. Zudem hast du die Möglichkeit der Nationalen Japanischen Krankenversicherung beizutreten. Diese übernimmt bei einem monatlichen Beitrag von etwa 1.500 Yen 70 % deine Krankenkosten. Weiterhin sind auch die Eröffnung eines Bankkontos sowie der Abschluss eines Handyvertrages mit einem Visum leichter.

Katze auf dem Sofa

Wie kannst du deinen Aufenthalt finanzieren?

Die große Frage ist natürlich immer der Preis. “Ich will Japanisch lernen in Japan!” ist schnell gesagt, allerdings spielt auch das Finanzielle eine essenzielle Rolle bei dieser wichtigen Lebensentscheidung. Zuerst solltest du dir klar werden, welche Kosten während deines Japanaufenthaltes auf dich zukommen werden. Ein großer Kostenpunkt sind hierbei die Schulgebühren selbst. Diese können je nach Schule und Kursart schon bei 50.000 ~ 80.000 Yen im Monat liegen. Dafür bekommst du 20 Stunden Unterricht pro Woche, wahlweise vormittags oder nachmittags. Auf Go! Go! Nihon stellen wir einige Sprachschulen in Japan vor und helfen dir gern bei der Wahl.

Auch die Unterkunft in Japan ist nicht günstig. Du kannst in Stundenwohnheimen, Wohngemeinschaften (Share Houses) oder einem eigenen Apartment unterkommen. Wohnheime werden von manchen Schulen angeboten und sind meist die günstigste Alternative. Allerdings müssen hier meist die öffentlichen Räume wie Küche, Bad und Toilette mit vielen anderen Mitbewohnern geteilt werden. Wohngemeinschaften sind ähnlich, aber es leben hier weitaus weniger Menschen zusammen.

Inzwischen sind vor allem Share Houses in Tokyo weit verbreitet und auch als Mix von japanischen und ausländischen Bewohnern sehr beliebt. Falls “Japanisch lernen in Japan” auf deiner Prioritäten-Liste ganz oben steht, bieten dir Share Houses außerdem die Möglichkeit, mit deinen japanischen Mitbewohnern deine Japanisch-Kenntnisse im Alltag anzuwenden und zu üben.

Wenn du ein eigenes Apartment mieten möchtest, ist dies die komplizierteste und auch teuerste Variante. Es gibt möblierte und unmöblierte Wohnungen zur Vermietung, wobei die ersteren natürlich um einiges teurer sind, du dir aber nicht viele weitere Dinge anschaffen musst.

Die Kosten sind natürlich nach Art und Lage der Unterkunft sehr unterschiedlich. Es spielt hier auch eine große Rolle, ob du in der Metropole Tokyo oder in kleineren Städten wie Fukuoka oder Sapporo lebst. In Tokyo solltest du für ein Wohnheim oder Share House je nach Lage mindestens 30.000 Yen ~ 50.000 Yen monatlich einplanen. Bei einem eigenen Apartment bist du je nach Zimmergröße schnell bei 70.000 Yen und mehr.

Unterschätze auch die Lebenshaltungskosten sowie Fahrkosten nicht. Du möchtest ja noch Geld für deine Freizeitaktivitäten übrig haben.

Bevor du dich also entscheidest, nach Japan an eine Sprachschule zu gehen, solltest du alle Kostenpunkte in Betracht ziehen und so viel wie möglich ansparen, um deine Zeit hier ohne große Geldsorgen genießen zu können.