Eine neue Sprache zu lernen kann überwältigend wirken. Es gibt eine Menge zu lernen und du weißt nicht immer wo du anfangen sollst. Das gilt ganz besonders für das Lernen von Japanisch, wo du auch noch Schriftzeichen – Kanji, Hiragana und Katakana – lernen musst, die fast komplett anders sind als sonst wo auf der Welt.

Aber keine Panik: es gibt eine Menge Gründe Japanisch zu lernen. Es ist gar nicht mal so schwer und sobald du die richtigen Lerntechniken gefunden hast sprichst du bald schon Japanisch.

Wo fängt man an?

Der Startpunkt sind die gefürchteten Schriftzeichen. Japanisch besteht aus hiragana (平仮名, ひらがな), katakana (片仮名, かたかな), und kanji (漢字, かんじ). Wir haben zu diesen bereits einen praktischen Guide geschrieben und empfehlen dir, dass du diesen zuerst liest. Dann kann es losgehen und Hiragana und Katakana sind der beste Ort dafür. Sobald du diese beherrscht kannst du bereits eine Menge Schilder lesen und bist auf dem Weg, die Sprache zu verstehen.

Unsere Lieblingsmethode um diese zu lernen ist die Verwendung von Mnemonik – oder einfach Eselsbrücken. Diese helfen dabei, Informationen besser abzuspeichern, sodass du dich besser an Gelerntes erinnerst. Dies können Lieder, Abkürzungen, Bilder oder Geschichten sein, um die Information in deinem Kopf zu verankern. Ein bekanntes Beispiel gibt es beim Lernen der Planeten unseres Sonnensystems: Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel – Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun.

Bei Hiragana und Katakana ist es ein guter Anfang, die Schriftzeichen in ihre Bauteile zu zerlegen und um diese herum eine Geschichte zu entwickeln.

Mnemonik Beispiel - Hiragana Quest

Unser Beispiel hier ist ke (け). Zuerst zerlegen wir es in seine Bestandteile. Durch die Verknüpfung der Teile mit ähnlichen Bildern kannst du anfangen, eine Geschichte zu entwickeln. Versuche als nächstes den Laut des Schriftzeichens mit einem Wort zu verknüpfen, das dir vertraut ist. Baue dann dieses Wort in deine Geschichte ein. So erhältst du ein Bild zu dem Schriftzeichen, mit dem du dieses besser abspeichern kannst.

Hiragana Quest

Über die Jahre haben wir so vielen Sprachschülern geholfen, nach Japan zu kommen, dass es für uns ganz klar ist, dass Hiragana und Katakana eine der größten Hürden bei der Ankunft in Japan sein können. Da es für uns im Kern darum geht, Menschen bei ihrem Traum, in Japan zu leben und zu lernen, zu unterstützen und weil wir Eselsbrücken so sehr lieben, haben wir uns entschieden eine App zu entwickeln, die unseren Schülern beim Japanisch lernen helfen soll.

Hiragana Quest nutzt Eselsbrücken, um dir beim Lernen von Hiragana und Katakana zu helfen. Durch das Aufbrechen der Zeichen in ihre Einzelteile und das Entwickeln einer Geschichte um diese herum wirst du dir die Schriftzeichen deutlich leichter merken können. Du hast damit eine visuelle Erzählung vor deinen Augen, die dich durch die 46 Hiragana- und 46 Katakana-Schriftzeichen leiten wird.

Zum Lernen gehört aber nicht nur das Erinnern mit Eselsbrücken, sondern auch das Schreiben. Sobald dir die Geschichte zu einem Schriftzeichen gefällt, kannst du in der App das Schreiben üben, unterstützt durch ein genaues Strichsystem, das dir die richtigen Schreibbewegungen zeigt. Du erhältst außerdem Bewertungen dafür – also schau doch, ob du für alle Schriftzeichen Bestnoten erreichen kannst,

Hiragana Quest Maskottchen

Natürlich wäre unsere App nicht komplett, wenn wir keine japanische Unterstützung hätten, weshalb wir eigene Maskottchen entworfen haben, die dich unterstützen: Hirako und Katako.

Wer steckt dahinter?

Wir sind stolz auf unsere Schüler und erzählen gerne von ihren Erfolgsgeschichten. Wusstest du, dass einer von ihnen Hiragana Quest entworfen hat?

2012 verließ Andrzej Zamoyski seinen Job als Videospieldesigner in den Lionhead Studios, um seiner Leidenschaft für die japanische Sprache nachzugehen. Mit Hilfe von Go! Go! Nihon bekam er einen Platz am Kyoto Institute of Culture and Language (KICL), packte seine Koffer und ging nach Japan.

Wie der Zufall es so will traf er dort einen indonesischen Künstler und gemeinsam entwickelten und veröffentlichten sie ihr erstes Spiel, Hungry Oni. Durch diesen Erfolg konnten sie die Futuretro Studios gründen und ihr Augenmerk auf die Verwendung von Spielen zum Lernen von Sprachen legen. Das Ergebnis dieser Arbeit ist die Veröffentlichung des RPGs Study Quest in 2017.

Andrzej Zamoyski - Hiragana Quest developer

Andrzej hat immer gehofft, auch anderen helfen zu können, Japanisch zu lernen und so ihr eigenes Abenteuer in Japan beginnen zu können. 2018 standen die Sterne endlich günstig und er konnte sich mit Go! Go! Nihon zusammentun und seinen Traum wahr werden lassen: Hiragana Quest war geboren!

Nun benötigten wir nur noch unsere Maskottchen, wofür wir in Kontakt mit der Nihon Kogakuin traten, einer großartigen Designschule für Anwendungs- und Webdesign mit der wir zusammenarbeiten.

Warum versuchst du es nicht selbst und schaust, wie Eselsbrücken und Go! Go! Nihon dir beim Lernen von Hiragana und Katakana helfen können!

Hiragana Quest kann hier für iPhone und Android heruntergeladen werden.

Übersetzt aus dem Englischen von Johannes Budkiewitz [Original]