Aktualisiert im Januar 2026
Ein Auslandsaufenthalt ist ein großes Lebensereignis, weswegen viele unter Druck stehen, die richtige japanische Sprachschule für sich zu finden. Bei dieser Entscheidung spielen viele persönliche Faktoren eine wichtige Rolle. Was für andere passt, muss nicht unbedingt das Richtige für dich sein.
Schau dir in diesem Beitrag die wichtigsten Punkte an, die dir bei der Auswahl der richtigen Japanischschule helfen können.
Update 2026: Auch wenn die wichtigsten Faktoren für die Auswahl einer japanischen Sprachschule gleich geblieben sind, können sich die Bewerbungsfristen und Zulassungsvoraussetzungen mit der Zeit ändern. Wenn du vorhast, 2026 oder später in Japan zu studieren, ist es sehr wichtig, im Voraus zu planen und sicherzustellen, dass du die aktuellen Zulassungsvoraussetzungen erfüllst, bevor du dich bewirbst.
Was ist dein Ziel?
Möglicherweise hast du in einem unserer anderen Artikeln bereits gelesen, wie wichtig Zielsetzung ist. Deswegen werde wir es hier noch einmal wiederholen: Das Setzen spezifischer und realistischer Ziele ist entscheidend, wenn du ernsthaft Japanisch lernen möchtest. Deine Ziele werden dich durch die Reise führen und dich motivieren, wenn du mal Schwierigkeiten beim Lernen hast und auf der Stelle trittst.
Überlege dir, was du mit deiner Zeit in Japan letztendlich erreichen möchtest, denn das wird dir helfen, die richtige Sprachschule zu wählen. Willst du beispielsweise nach der Sprachschule den höheren Bildungsweg gehen, wäre eine Schule mit zusätzlichen Vorbereitungskursen auf die Universität sinnvoll.
Und wenn du nach dem Studium eine Vollzeitstelle anstrebst oder sogar während deines Aufenthalts in Teilzeit arbeiten möchtest, empfiehlt sich eine entsprechende Sprachschule mit spezieller Unterstützung bei der Arbeitssuche.
Das ist also ein weiterer Grund, warum ein guter Plan maßgebend ist. In diesem Artikel kannst du noch mehr über die Planung für einen Langzeitaufenthalt in Japan lesen.
Update 2026: Für einige Schüler, die einen Langzeitaufenthalt in Japan planen, können sich ihre Ziele auch auf ihre Bewerbungsberechtigung auswirken. Alle Bewerber (mit wenigen Ausnahmen) müssen nun vor Beginn eines Langzeitkurses einen Nachweis über N5 oder 150 Stunden Japanischunterricht vorlegen, was bedeutet, dass absolute Anfänger bei der Planung ihres Umzugs möglicherweise zusätzliche Vorbereitungszeit einkalkulieren müssen.
Wie hoch ist dein Budget?
Die Wahrheit ist: Lernen in Japan ist nicht billig. Die Schulgebühren variieren je nach Schule und Kursdauer. Darüber hinaus brauchst du aber auch Geld für Unterkunft, Versorgung, Lebensmittel, Transport, Freizeit und Reisen. Diese Kosten hängen außerdem stark davon, wo du lernen möchtest.
Die Einwanderungsbehörde setzt voraus, dass dem Antragsteller pro 6 Monate Aufenthalt mindestens 1,2 Million Yen zur Verfügung stehen. Denn das wird als Minimum gesehen, um bequem leben zu können. Wir empfehlen jedoch allgemein vor der Bewerbung an einer Sprachschule so viel wie nur möglich anzusparen, auch über diesen Betrag hinaus.
Mit einem Studentenvisum darfst du auch nebenbei in Teilzeit arbeiten. So kannst du deine Ersparnisse regelmäßig etwas aufstocken. Weitere Informationen zur Teilzeitarbeit in Japan findest du in unserem Artikel. Aber selbst wenn du vorhast, in Japan neben dem Lernen auch zu arbeiten, musst du für deinen Visumsantrag nachweisen können, dass du bereits über ausreichende Mittel für die Dauer deines geplanten Aufenthalts in Japan verfügst.
Aktualisierung 2026: Bei der Budgetplanung für dein Studium solltest du auch die Vorbereitungskosten vor deiner Ankunft in Japan berücksichtigen. Je nach deiner Situation kann dies zusätzliche Lernzeit, Unterlagen oder Verwaltungsgebühren umfassen, die sich durch frühzeitige Planung viel einfacher bewältigen lassen. Angesichts der weiter steigenden Lebenshaltungskosten empfehlen wir dir außerdem, so viel wie möglich für dein Leben in Japan zu sparen.

Wo willst du lernen?
Dein Standort in Japan wirkt sich auf dein Budget aus und ist ein wichtiger Faktor dabei, die richtige japanische Sprachschule zu wählen. Go! Go! Nihon arbeitet mit mehr als 30 Schulen in ganz Japan zusammen und jede Stadt hat ihre eigene Persönlichkeit. Daher ist es wichtig, eine Schule zu wählen, die auch gut zu dir passt.
Tokio ist groß und aufregend und es gibt immer etwas zu tun. Leider ist es aber auch die teuerste Stadt in Japan. Wer kein großer Freund von Großstädten ist, wird sich hier ebenfalls eher unwohl fühlen und außerdem kann es hier schwierig sein, sich in der örtlichen Gemeinde einzufinden.
Es gibt aber auch zahlreiche kleinere Städte in Japan, die auch ohne die Menschenmassen und Distanziertheit einer Metropole den Komfort einer Großstadt bieten können. Städte wie Oita, Fukuoka und Sapporo sind ideal für diejenigen, die sowohl das Stadtleben, als auch die Natur genießen möchten.
Auch den Standort der Schule innerhalb der Stadt selbst solltest du berücksichtigen, da einige Schulen bessere Verkehrsanbindungen haben, als andere. Auch bei deiner Suche nach einer Unterkunft solltest du das im Hinterkopf behalten.
Nicht alle Schulen bieten an jedem Standort die gleichen Starttermine oder Kurslängen an. Die Verfügbarkeit kann je nach Stadt und Größe der Schule variieren, daher lohnt es sich, frühzeitig zu prüfen, welche Optionen du hast, wenn du einen bestimmten Standort im Auge hast.
Lies hier mehr über die verschiedenen Orte zum Leben und Lernen in Japan, oder mach unser Quiz dazu!
Du findest alle unsere Partnerschulen auch auf unserer Webseite.
Wie lange willst du ins Ausland?
Mit Blick auf deine Ziele und dein Budget musst du dir überlegen, wie lange du zum Lernen nach Japan möchtest. Alle unsere Sprachschulpartner bieten allgemeine Japanischkurse an, die dich in etwa zwei Jahren vom Anfänger auf ein fortgeschrittenes Niveau bringen. Das hängt natürlich auch sehr von deinem eigenen Engagement ab zu lernen, am Unterricht teilzunehmen, deine Hausaufgaben zu machen und deine Sprachkenntnisse außerhalb des Unterrichts zu verbessern.
Da jedoch nicht alle unsere Partnerschulen Kurzzeitaufenthalte anbieten, solltest du das bei deiner Wahl ebenfalls berücksichtigen.
Darüber hinaus solltest du darüber nachdenken, wann du mit dem Studium anfangen kannst. Bei den meisten Schulen hast du die Wahl zwischen vier verschiedenen Semesterstarts pro Jahr. Aber nicht alle unsere Schulen bieten diese vier Semester an, bei einigen sind es nur zwei pro Jahr.
Bitte beachte: Langfristige Japanischkurse beginnen in der Regel zu bestimmten Zeitpunkten im Jahr und folgen einer festgelegten akademischen Struktur. Aus diesem Grund kann deine bevorzugte Studiendauer Einfluss darauf haben, wann du dich bewerben und wann du nach Japan einreisen kannst. Wenn du deinen Zeitplan frühzeitig planst, bist du bei der Auswahl der Schule und des Starttermins flexibler.
Mehr Informationen zu Kursterminen an japanischen Sprachschulen findest du hier.

Intensität der Sprachschule
In Vollzeit Japanisch zu lernen kann eine intensive Erfahrung sein, insbesondere wenn deine Sprachschule schnelllebig ist, viele Hausaufgaben aufgibt und allgemein sehr streng ist. So ein Lernstil passt nicht zu jedem, daher solltest du auch das bei deiner Auswahl berücksichtigen.
Dabei musst du natürlich auch deine Zielsetzung im Auge behalten. Wenn du ernsthaft in die Hochschulbildung einsteigen oder in Japan arbeiten möchtest, musst du dich möglicherweise an einer Schule mit höherer Intensität einschreiben, um deine Sprachkenntnisse entsprechend schneller aufzubauen.
Wenn du hingegen während des Studiums in Teilzeit arbeiten möchtest, ist eine Schule mit mittlerer bis niedriger Intensität besser geeignet, da so außerhalb der Schule mehr Zeit bleibt. Eine Schule mittlerer Intensität bietet eine gute Balance zwischen Lerntempo und Freizeit, so dass du dein Leben in Japan ohne Einbußen deines Lernfortschritts genießen kannst.
Beachte, dass einige Schulen mit hoher Intensität in den ersten drei Monaten ihren Schülern möglicherweise keine Teilzeitarbeit erlauben oder empfehlen.
Auch hier hängt ein Großteil deines persönlichen Fortschritts davon ab, wie viel Zeit du außerhalb des Unterrichts in das Lernen investierst. Es ist wichtig zu verstehen, dass für ein hohes Maß an Japanischkenntnissen zusätzliche Arbeit nötig sein wird.
Die Intensität der einzelnen Sprachschulen findest du auf ihren jeweiligen Seiten.
Hinweis zur Akkreditierung von Schulen
Es ist wichtig, dass du realistisch einschätzt, wie intensiv du lernen willst und wie viel Mühe du bereit bist, zu investieren. Schulen werden für schlechtes Verhalten von Schülern bestraft, z. B. für Schüler, die ihr Visum überziehen oder mehr als die 28 Stunden arbeiten, die mit ihrem Studentenvisum erlaubt sind.
Die Schulen können ihre Akkreditierung durch das Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT) verlieren. Das bedeutet, dass die Bewerbung für diese Schule sehr viel komplizierter sein kann und mehr Unterlagen als üblich erfordert.

Extras und Vorlieben
Ist dir eine moderne Lernumgebung wichtig? Technologieorientierter Unterricht? Eine Schulcafeteria? Eine Bibliothek, in der du japanische Bücher lesen kannst? Regelmäßige kulturelle Aktivitäten?
So können einige Extras und Vorlieben aussehen, die viele unserer Schulen ihren Schülern bieten. Möglicherweise ist dir so etwas wichtig, vielleicht aber auch nicht – dennoch könnten diese Faktoren einen Unterschied in deiner Lernerfahrung machen.
Eine japanische Sprachschule wählen
Welche japanische Sprachschule du wählen möchtest, hängt letztendlich von dir und von vielen weiteren Faktoren ab. Überlege dir genau, was du durch das Erlernen der japanischen Sprache erreichen möchtest, wie viel Geld du dafür ansparen kannst und wie viel Zeit dir zur Verfügung steht.
Wenn du bei deiner Entscheidung Hilfe oder Beratung brauchst, kannst du gern unser Team kontaktieren. Weitere Artikel über das Leben und Lernen in Japan findest du auf unserem Blog.