Die Planung deiner Japan-Reise steht an!
 Aber wie funktioniert das genau, mit einem Touristenvisum nach Japan zu gehen? Bevor du dich um eine Unterkunft kümmerst und Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten deiner Wahl organisierst, solltest du einen Blick auf die Einreisebedingungen Japans werfen.

Reisedokumente

Was braucht man eigentlich für einen Aufenthalt mit Touristenvisum in Japan? Zunächst einmal benötigen Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz zur Einreise einen gültigen Reisepass.
 Falls du keinen Reisepass hast, achte darauf rechtzeitig einen zu beantragen; die Bearbeitungsdauer kann zwischen 3 und 6 Wochen liegen (genauere Informationen findest du bei der zuständigen Behörde deines aktuellen Wohnorts). Die Kosten für einen Standard Reisepass betragen laut Passverordnung 37,50€ für Personen unter 24 Jahren und 60€ für Personen über 24 Jahren.

Außerdem musst du in Japan deinen Reisepass aufgrund des Passzwangs für Ausländer jederzeit mitführen. Wenn du deinen Pass mal nicht vorzeigen kannst, wird es wahrscheinlich zu einer Geldstrafe oder im schlimmsten Fall zur Festnahme kommen.

Fingerabdrücke am Flughafen

Einreise

Wenn du über 16 Jahre alt bist, werden dann bei der Ankunft in Japan zunächst deine Fingerabdrücke genommen und ein Passfoto gemacht. Anschließend wird noch ein Formular ausgefüllt und dann bekommst du einen Stempel in deinen Reisepass, der die Aufenthaltsgenehmigung für 90 Tage als „Temporary Visitor“ (= Kurzzeitiger Besucher) darstellt, dein Touristenvisum für Japan sozusagen.

Dieser Aufenthalt kann vor Ablauf der 90 Tage bei einer örtlichen Einwanderungsbehörde auf 180 Tage verlängert werden, die Genehmigung kann jedoch nicht garantiert werden. Also stell dich für deine Reise am besten auf eine Dauer von maximal 90 Tagen ein.
 Natürlich kann man auch das Limit umgehen indem man einfach aus- und kurz darauf wieder einreist.

Viele reisen in ein nahegelegenes Land, um dann wiederzukommen und ein neue Aufenthaltsgenehmigung für 90 Tage zu erhalten. Wir raten von dem Versuch ab! Denn mehrere Kurzzeitaufenthalte hintereinander können am Flughafen zu Problemen führen, wie einem Einreiseverbot und zur Festhaltung, bis man dann in sein Heimatland zurück geschickt wird.
Aber 3 Monate sind bereits eine lange Zeit, in der du viel erleben kannst! Also geh lieber kein Risiko ein und halte dich an das Limit von 90 Tagen, somit kann nichts schief gehen.

Visum Stempel

Einschränkungen mit Touristenvisum in Japan

Nichtsdestotrotz gibt es ein paar Einschränkungen für einen Kurzzeitaufenthalt.
 Wie bereits erwähnt, darfst du mit einem Touristenvisum nicht länger als 90 Tage in Japan bleiben. Des Weiteren darf man ohne Visum in Japan nicht arbeiten, bzw. keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Das heißt jegliche Leistung, für die man bezahlt wird, ist nicht erlaubt. Tätigkeiten wie Freiwilligenarbeit hingegen sind kein Problem.

Außerdem darfst du ohne Visum kein Studium oder eine Berufsausbildung beginnen. 
Ein Kurzzeitaufenthalt ist daher im Wesentlichen für Touristen, Geschäftsreisen und kurze Verwandtschaftsbesuche gedacht. Wenn du also nur eine kurze Sprachreise oder einen Urlaub machen möchtest, brauchst du zur Einreise lediglich deinen Reisepass und bekommst dein Touristenvisum-Stempel automatisch am Flughafen.

Also die Bewerbung für ein Visum vor deiner Ankunft in Japan ist nur dann notwendig, wenn du länger als 3 Monate bleiben möchtest und/oder vorhast in Japan zu arbeiten. Zum Beispiel wenn du für ein halbes Jahr an einer Sprachschule lernen und dann eventuell auch nebenbei arbeiten willst, brauchst du ein Studentenvisum. Wie genau der Visumantrag abläuft und was du beachten musst, kannst du in einem weiteren Artikel in unserem Go! Go! Nihon Blog nachlesen.

Gerne kannst du uns, bei Interesse an einer Sprachreise nach Japan, über unsere Homepage kontaktieren.