Aktualisiert im November 2025
Das Working Holiday Visum bietet jungen Menschen eine einzigartige Gelegenheit, Japan zu entdecken, nebenbei zu arbeiten und das lokale Leben kennenzulernen. Viele sehen es auch als ersten Schritt zu einem längeren Aufenthalt an, beispielsweise einem Auslandsstudium in Japan.
Bitte informiere dich über die Bestimmungen deine Heimatlandes und die Website des japanischen Außenministeriums. Dies ist lediglich ein allgemeiner Überblick über Working-Holiday-Visa.
Dieser Blog Beitrag erklärt dir …
- wer ein Working Holiday Visum für Japan beantragen kann
- wie du ein Working Holiday Visum beantragst und wo du während deines Aufenthaltes arbeiten kannst
- die Regeln und Einschränkungen für ein Studium
- die aktualisierten Hinweise von 2025 für einen Wechsel von einem Working Holiday Visum zu einem Studentenvisum

Was ist ein Working Holiday Visum?
Das Working Holiday Visum ist ein auf Gegenseitigkeit beruhendes Visum-Programm für junge Erwachsene aus Partnerländern. Wichtig zu wissen ist:
- Es ermöglicht längere Aufenthalte in Japan zum Reisen, Arbeiten und Studieren.
- Typisches Alter: 18 bis 30 Jahre, abhängig von deiner Staatsangehörigkeit. Du kannst dich auch bewerben, wenn du bereits 30 Jahre alt geworden bist, sofern der Antrag vor deinem 31. Geburtstag eingereicht wird.
- Dauer: In der Regel 12 Monate, in einigen Ländern sind bis zu 18 Monate möglich.
- Du musst den Antrag in deinem Heimatland stellen; die Umwandlung in ein anderes Langzeit-Visums innerhalb Japans ist nicht möglich.
- Nach der Einwilligung bekommst du eine Aufenthaltskarte (eine Zairyū Karte), die du für Arbeit, Anmeldung in der Stadt und den Alltag benötigen.
Wer kann sich bewerben?
- Staatsangehörige der 30 Partnerländer des Working Holiday Visums (Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Neuseeland, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich, usw.).
- Bewerber müssen die Altersgrenzen und weitere länderspezifische Zulassungsvoraussetzungen erfüllen.
- Zu den erforderlichen Dokumenten gehören in der Regel: Reisepass, Nachweis ausreichender finanzieller Mittel, Rückflugticket (oder Nachweis der finanziellen Mittel zum Kauf), Kranken-/Reiseversicherung und ausgefüllte Antragsformulare.
- Bitte erkundige dich bei der zuständigen japanischen Botschaft oder dem japanischen Konsulat nach den aktuellen Einreisebestimmungen.
Um herauszufinden, ob dein Land ein Working Holiday Abkommen mit Japan hat, besuche bitte die Website der japanischen Botschaft in deinem Land oder die Website des japanischen Außenministeriums.
Arbeiten und Leben in Japan mit einem Working Holiday Visum
Mit einem Working Holiday Visum kannst du Japan flexibel erkunden und gleichzeitig arbeiten. Es ist jedoch wichtig zu wissen, welche Beschäftigungsarten realistisch sind und wie sich deine Entscheidungen auf zukünftige Visa auswirken können. Bei der Arbeit mit einem Working Holiday Visum geht es genau darum: Du arbeitest, um deinen Urlaub zu genießen. Suche dir daher eine Tätigkeit aus, die Spaß macht!
Arbeitsbereiche, in denen du arbeiten kannst
Die meisten Inhaber eines Working Holiday Visums finden Teilzeit- oder Zeitarbeit in Branchen wie:
- Bewirtung und Dienstleistung (Hotels, Ryokan, Pensionen, Cafés, Restaurants, Konbini, usw.)
- Saisonarbeit (Skigebiete, Tourismus, Saisonarbeit in der Landwirtschaft, usw.)
- Englischunterricht
- Einzelhandel und Verwaltung
- Nachhilfe und Kinderbetreuung
Diese Branchen stellen regelmäßig Teilnehmer des Working Holiday-Programms ein, da die Stellen flexibel sind und keine langfristige Unterstützung für ein Visum erfordern.
Nach Angaben des japanischen Außenministeriums ist darauf hinzuweisen, dass es Inhabern dieses Visums „strengstens untersagt ist, in Bars, Cabarets, Nachtclubs, Spielstätten und anderen Einrichtungen zu arbeiten, die die öffentliche Moral in Japan beeinträchtigen“.
Japanisch lernen mit einem Working Holiday Visum
Grundsätzlich steht dir frei, mit deinem Working Holiday Visum Japanisch zu lernen. Viele belegen kurze Intensivkurse oder kombinieren Arbeit mit einem Online-Studium.
Allerdings werden nicht alle Studienleistungen, die du während eines Working Holiday Aufenthalts erbringst, für ein späteres Studentenvisum angerechnet. Bildungseinrichtungen und die Einwanderungsbehörden verlangen dokumentierte und nachweisbare Lernstunden – etwas, das viele Studienvereinbarungen im Rahmen eines Working Holiday Visums nicht automatisch gewährleisten.
Regeln und Einschränkungen mit einem Working Holiday Visum in Japan
Neben den üblichen Alters- und Staatsangehörigkeitsbeschränkungen gelten je nach Land unterschiedliche Bestimmungen. Es liegt in deiner Verantwortung, sich mit dem Visa-Abkommen zwischen Japan und deinem Heimatland vertraut zu machen. Beispielsweise erhalten Staatsangehörige einiger Länder ein Visum für sechs Monate mit der Option auf Verlängerung um weitere sechs Monate.
Diese Bestimmungen können sich jederzeit ändern, und viele Informationen im Internet sind möglicherweise veraltet. Um genaue Informationen zur Beantragung eines Working Holiday Visums für Japan zu erhalten, wende dich bitte an die japanische Botschaft oder das japanische Konsulat in deinem Land.
Beachte dabei, dass viele das Working Holiday Visum nur von ihrem Heimatland aus beantragen können. Wenn du dich bereits mit einem Touristenvisum in Japan aufhältst und ein Working Holiday Visum beantragen möchten, musst du möglicherweise zuerst in dein Heimatland zurückkehren und den Antrag von dort aus stellen.
Nachdem dein Working Holiday Visum für Japan genehmigt wurde und du im Land angekommen bist, erhältst du eine japanische Aufenthaltskarte (eine sogenannte Zairyū-Karte). Diese Karte ist befristet und berechtigt dich zu beliebig vielen Ein- und Ausreisen. Bei jeder Ausreise musst du am Flughafen jedoch ein Formular zur Genehmigung der Wiedereinreise ausfüllen, das dir die Einwanderungsbehörde vor der Abreise in deinen Reisepass heftet. Dieses Verfahren durchläufst du nach der Sicherheitskontrolle.
Sobald dein Working Holiday Visum für Japan zeitnah abläuft und du Japan verlassen musst, lasse deine japanische Aufenthaltskarte bei der Abreise am Flughafen lochen, um Verwirrung bei einer zukünftigen Einreise zu vermeiden.
Aktualisierung 2025: Zweites (oder mehrere) Working Holiday Visum
Staatsangehörige bestimmter Länder können nun ein zweites oder zusätzliches Working Holiday Visum beantragen, sofern sie die Standardvoraussetzungen (siehe oben) erfüllen und alle vorherigen Visa ohne Verstöße absolviert worden sind.
Hier sind weitere Informationen, die es dabei zu beachten gilt:
- Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit können sich für ein zweites Working Holiday Visum bewerben, sodass zwei separate Aufenthalte, jeweils ein Jahr lang, möglich sind.
- Das Motivationsschreiben muss mit dem Zweck des Visums – dem Reisen – übereinstimmen. Solltest du nur schreiben, dass du arbeiten möchtest oder das ganze Jahr auf eine Sprachschule gehst, kann es sein, dass deine Bewerbung abgelehnt wird.
- Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit können das Working Holiday Visum in Japan zu einem Studentenvisum umwechseln und müssen das Land dafür nicht verlassen. Personen aus Österreich können das nicht tun, diese müssen zurück ins Heimatland, können sich aber auch für ein Studentenvisum in Südkorea bewerben.
Da sich auch hier jederzeit einiges ändern kann, erkundige dich bitte vorher bei deiner japanischen Botschaft nach den aktuellen Bestimmungen.
Wie wechsele ich in Japan von einem Working Holiday Visum zu einem Studentenvisum?
Viele Inhaber eines Working Holiday Visums hoffen, ihren Aufenthalt in Japan durch ein weiterführendes Studium zu verlängern – doch der Prozess ist nicht immer einfach. Es ist wichtig, sich vor Ablauf des Working Holiday über die Einschränkungen, Fristen und Studienvoraussetzungen zu informieren.
Ein Wechsel innerhalb Japans ist eventuell nicht möglich
Es kommt auf deine Staatsangehörigkeit an. Eventuell ist ein Wechsel von einem Working Holiday Visum zu einem Studentenvisum innerhalb Japans nicht möglich.
Für einige Länder müssen Inhaber eines Working Holiday Visums Folgendes beachten:
- Sie müssen in ihr Heimatland zurückkehren und
- dort als neue ausländische Antragsteller ein Studentenvisum beantragen.
Da diese Regeln von Land zu Land unterschiedlich sind, solltest du dich immer frühzeitig bei der zuständigen japanischen Botschaft oder dem Konsulat über die jeweiligen Einreisebestimmungen informieren, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
Der Prozess für Studentenvisa ist festgelegt
Inhaber eines Working Holiday Visums müssen denselben Antragsprozess durchlaufen wie alle anderen. Ein beschleunigtes Verfahren für Studentenvisa ist nicht möglich.
Typische Deadlines sind:
- Bewerbungen sind vier bis sechs Monate vor Schulbeginn möglich.
- Sobald die Schulen ihre maximale Teilnehmerzahl erreicht haben, nehmen sie keine Bewerbungen mehr an.
- Wer diese Frist verpasst, muss unter Umständen mehrere Monate auf die nächste Aufnahme warten.
Deshalb ist eine frühzeitige Planung unerlässlich – insbesondere dann, wenn dein Working Holiday Visum in der Nähe wichtiger Starttermine wie April oder Oktober endet.
Die Voraussetzung: 150 Stunden Japanisch zu lernen
Sprachschulen verlangen von Bewerbern für ein Studentenvisum, dass sie mindestens 150 Stunden Japanischunterricht nachweisen. Dies dient als Beleg für die ernsthafte Studienabsicht und die Bereitschaft zur Teilnahme an einem Intensivprogramm.
Was dazu zählt:
- Offizieller Präsenzunterricht mit Anwesenheitslisten
- Zertifizierte Japanisch-Onlinekurse mit Abschlussdaten
- Strukturierte Programme mit offiziellen Zertifikaten
Was nicht dazu zählt:
- Unverbindliches Selbststudium
- Mobile Apps ohne offizielle Zertifizierung
- „Lernen durch Leben in Japan“ ohne jegliche Dokumentation
Anwesenheit ist wichtig
Selbst bei einem dreimonatigen Kurs kann eine geringe Anwesenheit dazu führen, dass die Stunden nicht anerkannt werden. Manche Schulen prüfen die Zeugnisse genau und lehnen Bewerbungen sogar ab, wenn die Stunden nicht vollständig dokumentiert sind.
Ohne diesen Nachweis kann dein Antrag für ein Studentenvisum abgelehnt werden – selbst wenn du dich bereits seit Monaten mit einem Working Holiday Visum in Japan aufhältst.
Mit deinem Working Holiday Visum die 150 Stunden absolvieren
Mit deinem Working Holiday Visum kannst du die 150 Stunden, die für ein späteres Studentenvisum erforderlich sind, ideal absolvieren. Du kannst die Lernmethode wählen, die am besten zu deinem Zeitplan passt, solange dabei offizielle Nachweise erbracht werden.
Möglichkeiten sind:
- Dreimonatige Japanischkurse
Diese umfassen in der Regel 150–200 Stunden und stellen offizielle Teilnahmebescheinigungen aus. Regelmäßige Anwesenheit ist dabei Pflicht. - Geprüfte Onlinekurse für Japanisch
Flexibel für Inhaber eines Working Holiday Visums, die Arbeit und Reisen vereinbaren möchten, und ideal, um während eines Aufenthalts in Japan kontinuierlich Sprachkenntnisse aufzubauen. - Andere strukturierte Studienprogramme
Diese können ebenfalls anerkannt werden, jedoch nur, wenn dabei ein verlässlichen Nachweis über die absolvierten Stunden erbracht werden kann (Zertifikate, Fortschrittsberichte usw.).
Indem du deine Stunden während der Zeit des Working Holidays absolvierst, schaffst du die Grundlage für einen reibungslosen und erfolgreichen Übergang zu einem Langzeitstudium in Japan.

Ich möchte Japanisch lernen: Welches Visum ist besser?
Zwar ist es möglich, mit einem Working Holiday Visum Japanisch zu lernen, doch für ein ernsthaftes Sprachstudium ist ein Studentenvisum die bessere Wahl. Eine Möglichkeit wäre, zunächst mit einem Working Holiday Visum zu beginnen, um herauszufinden, ob Leben und Lernen in Japan das Richtige für dich ist (und gleichzeitig die 150 Sprachstunden für ein Studentenvisum nachzuweisen). Anschließend kannst du in dein Heimatland zurückkehren, ein Studentenvisum beantragen und dann wieder nach Japan ziehen, um dort für längere Zeit vollständig in Sprache und Kultur einzutauchen.
Wir bieten zwar keine direkte Unterstützung bei Working Holiday Visa an, aber Go! Go! Nihon kann dir bei der Bewerbung an einer Sprachschule helfen, falls du ein solches Visum besitzt. Kontaktiere uns, um mehr zu erfahren und deine Japanreise zu starten. Auf unserem Blog findest du zusätzlich weitere Informationen zum Leben in Japan, zur japanischen Kultur und zur japanischen Sprache.