Ein japanisches Zuhause hat häufig einiges an praktischen Haushaltsgegenständen vorzuweisen, die den Alltag erleichtern – vor allem in den bekanntermaßen kleineren Wohnungen der größeren Städte.

Viele davon sind typisch japanisch, andere werden sicherlich auch außerhalb Japans viel benutzt, sind aber dennoch klassische Beispiele für Gegenstände eines japanischen Haushalts.

Lasst uns einen Blick auf ein paar nützliche Dinge werfen, welche ein japanisches Zuhause zu bieten hat.
Und wer weiß, vielleicht landet ja das ein oder andere auch auf deiner Einkaufsliste für den zukünftigen Umzug nach Japan.

Hausschuhe

Fangen wir bei der Haustür an: Wer ein japanisches Zuhause betritt, sollte nicht nur die eigenen Schuhe ausziehen, sondern auch in bereitliegende Hausschuhe wechseln. Jeder Haushalt sollte also ausreichend Hausschuhe da haben; ein Paar für jedes Familienmitglied und zusätzliche für mögliche Gäste.

Wichtig sind außerdem die Hausschuhe speziell für das Badezimmer bzw. die Toilette. Diese stehen aus hygienischen Gründen innerhalb des Badezimmers und werden ausschließlich dort getragen. Die normalen Hausschuhe werden daher vor der Tür ausgezogen und beim Verlassen des Bads wieder angezogen.
Man sollte auf keinen Fall mit den Hausschuhen für das Bad im Haus rumlaufen!

Taschentücher

Taschentücher sind natürlich nichts Außergewöhnliches, aber in einem japanischen Zuhause sind sie einfach überall, in jedem Raum. Interessanterweise werden sie zwar für alles Mögliche benutzt, zum Nase putzen jedoch eher weniger. Stattdessen werden sie häufig zum Saubermachen allgemein oder auch als Servietten gebraucht – Servietten sind in Japan nämlich nicht üblich.

Die Taschentuchboxen haben oft ein zur Einrichtung passendes Design, von süß bis elegant ist alles dabei.

Mikrowellen-Ofen

Als nächstes geht’s in die Küche. In kleineren Wohnungen bleibt oft kein Platz für einen Ofen, weswegen man stattdessen einen platzsparenden Mikrowellen-Ofen benutzt.
Wie der Name schon sagt, haben sie etwa die Größe einer Mikrowelle, können aber auch wie ein kleinerer Ofen funktionieren und damit die Kochmöglichkeiten noch etwas erweitern.

Für Alleinstehende, die vielleicht weniger kochen, wäre auch die kleinere Variante geeignet: Der Toaster-Ofen.

Reiskocher

Reiskocher

Ein klassisches japanisches Zuhause darf natürlich einen Reiskocher nicht entbehren, schließlich wird Reis beinahe täglich zu vielerlei Mahlzeiten gegessen. Diese elektronischen Reiskocher, oder Suihanki (炊飯器、すいはんき), funktionieren zwar nach dem gleichen Prinzip wie beim Reiskochen im Topf, sind jedoch dank der Voreinstellungen viel praktischer: Man kann ihn einfach kochen lassen ohne zu fürchten, dass der Reis überkocht oder anbrennt und je nach Größe ist es auch kein Problem, größere Mengen an Reis zuzubereiten.

Manche Reiskocher bieten darüber hinaus noch viele andere Optionen, deswegen sind einige von ihnen auch entsprechend teuer.

Abflussnetz

Wer kocht, muss auch abwaschen. Und da Essensreste besser nicht in den Abfluss gelangen sollten, benutzt man ein mizukiri netto (水切りネット、みずきりねっと), eine Art Abflusssieb in Form eines Netzes. Man befestigt das Netz um das metallene Sieb in der Spüle, wo es dann alles auffängt, was nicht weggespült werden sollte. Anschließend kann es einfach weggeschmissen und ersetzt werden.

Kotatsu

Wenn das Essen dann fertig ist, machen es sich viele Japaner zum Essen unter einem Kotatsu (炬燵、こたつ) gemütlich. Insbesondere in kälteren Regionen sind sie sehr beliebt, denn ein Kotatsu ist kein normaler Tisch, sondern ein mit Decke und Heizung ausgestatteter, niedriger Holztisch.
Neben Essen wird darauf auch gearbeitet, gelernt, oder einfach nur ein Nickerchen darunter gemacht. In wärmeren Jahreszeiten kann man natürlich auch die Decke weglegen und den Kotatsu zu einem ganz normalen Tisch umfunktionieren.

Japanische Badewanne

Badewannen

Ein typisches japanisches Zuhause hat außerdem eine Badewanne, da man in Japan traditionellerweise jeden Abend ein Bad nimmt. Das dient weniger der Hygiene, sondern viel mehr der Entspannung. Daher wäscht man sich auch nicht innerhalb der Wanne, sondern vorher auf einem Hocker.

Außerdem wird das Wasser geteilt, weshalb die meisten Badewannen eine Abdeckung haben, um das Wasser für den Rest des Haushalts warm zu halten – jedes Mal neues Wasser zu benutzen, würde bei größeren Haushalten schließlich sehr auf die Wasserrechnung gehen.

Einige Wannen haben sogar ein automatisches Füllsystem, elektronische Temperaturregelung und eingebaute Heizelemente, die das Wasser durchgehend warm halten.

Futon

Was noch gemütlicher ist, als ein Kotatsu, ist ein Bett – oder ein Futon (布団、ふとん): eine etwas größere und bequemere Version eines Schlafsacks.

Gefaltet nimmt er kaum Platz ein und kann bei Besuch schnell bereitgestellt werden. Wenn länger schon keine Gäste mehr da waren, sollten aber zunächst mit einem Futon-Tataki (布団たたき、ふとんたたき) Staub und andere Ablagerungen entfernt werden, während der Futon in der Sonne trocknet. Viele bevorzugen mittlerweile jedoch einen Futon-Staubsauger, da beim Staub ausschlagen mit dem Tataki eventuell Schäden entstehen können.

Insektenschutzmittel

Neben dem Futon-Tataki, gibt es auch noch das etwas kleinere Hae-Tataki (ハエたたき), die Fliegenklatsche.

Und um noch simpler zur Sommerzeit nervige Insekten, wie Mücken, loszuwerden, werden auch Moskitospiralen (蚊取り線香、かとりせんこう) oder elektrische Insektenvernichter benutzt.

Darüber hinaus sind in japanischen Häusern auch Kakerlaken (ゴキブリ) nicht unüblich, die leider auch noch schwer loszuwerden sind. Daher findet man in Japan eine große Auswahl an Vernichtungsmitteln für diese ungebetenen Gäste.

Neben einer regelmäßigen Reinigung empfiehlt es sich also, Fallen und diverse Schädlingsbekämpfungsmittel im Haus zu haben.

Bereit für dein japanisches Zuhause

All diese Gegenstände erleichtern den Alltag, vor allem in kleineren Wohnungen sind sie sehr praktisch. Immerhin findet man sie nicht umsonst in fast jedem japanischen Zuhause.
Jetzt bist du bereit zum Einkaufen – für dein neues japanisches Zuhause in Japan!