{"id":31637,"date":"2018-03-21T16:00:44","date_gmt":"2018-03-21T07:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/gogonihon.com\/?p=31637"},"modified":"2023-06-22T12:59:32","modified_gmt":"2023-06-22T12:59:32","slug":"meine-alltaeglichen-erfahrungen-in-japan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gogonihon.com\/de\/blog\/meine-alltaeglichen-erfahrungen-in-japan\/","title":{"rendered":"Meine allt\u00e4glichen Erfahrungen in Japan"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend meinem ersten Aufenthalt dort, konnte ich zahlreiche neue Erfahrungen\u00a0in Japan machen. Hier m\u00f6chte ich euch gerne etwas von meinen Erlebnissen erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Als ich vor ein paar Monaten in meinem Apartment in Tokyo das erste Mal aufwachte und meine Augen \u00f6ffnete, brauchte ich einen Moment, um zu realisieren, wo ich eigentlich war. Ich schlenderte zum Fenster und richtete meine Augen auf die ins Licht der aufgehenden Sonne getauchten Stra\u00dfe. Es war f\u00fcnf Uhr morgens, der Zeitunterschied forderte seinen Tribut und so setzte ich mich mit einem Kaffee auf die Couch und \u00fcberlegte, wie es jetzt weitergehen w\u00fcrde. Und mit einem Mal wurde mir klar, dass ich erstmal lernen musste in diesem Land, dieser Kultur fernab meiner eigenen, die t\u00e4glichen Dinge des Lebens zu regeln. Was ich seit diesem Morgen gelernt habe, m\u00f6chte ich nun gerne mit dir teilen.<\/p>\n<h2><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-80931\" src=\"https:\/\/gogonihon.com\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/supermarket.png\" alt=\"\" width=\"798\" height=\"436\" \/><\/h2>\n<h2><strong>Ern\u00e4hrung <\/strong><\/h2>\n<p>Der Einkauf von Lebensmitteln in Japan ist eine ganz besondere Erfahrung. Der erste Besuch eines <a href=\"https:\/\/gogonihon.com\/de\/blog\/japanischer-supermarkt\/\">japanischen Supermarkts<\/a> kann f\u00fcr die meisten schon zu einer gewissen Herausforderung warden: Fast alles ist auf Japanisch ausgeschildert, viele Produkte sind einem relativ unbekannt und jene, die man kennt, sehen teilweise komplett anders aus. An dieser Stelle erstmal keine Panik. Nach einigen Monaten Erfahrung kann ich jedem versichern, dass man sich auch hier irgendwann mindestens genauso gut zurechtfindet, wie in einem heimischen Supermarkt. Allerdings musst du dir bewusst sein, dass du deine Ern\u00e4hrung wahrscheinlich mehr oder weniger radikal umstellen musst, das kommt ganz auf deine Gewohnheiten an.<\/p>\n<p>\u201eJapaner ern\u00e4hren sich schlichtweg komplett anders als ein typischer Europ\u00e4er, aus Brot wird Reis, Pasta wird zu <em>Ramen (<\/em>\u30e9\u30fc\u30e1\u30f3<em>) <\/em>und Fleisch weicht rohem Fisch.\u201c Zumindest scheint dies die Vorstellung zu sein, welche die meisten Menschen im Westen haben. Hierbei handelt es sich nat\u00fcrlich wie so oft um \u00fcberspitzte Vorurteile. Brot, Pasta, Fleisch jeglicher Art, all diese Sachen bekommt man in japanischen Superm\u00e4rkten auch. Allerdings gibt es logischerweise Unterschiede, mit denen man sich anfreunden muss. Mein Lieblingsbeispiel: Japanisches \u201eBrot\u201c.<\/p>\n<p>Wer von zu Hause seine krossen Br\u00f6tchen gewohnt ist, wird von der japanischen Variante alles andere als begeistert sein, da sie ungef\u00e4hr so \u201ekross\u201c ist, wie ein Steak vegan. Zwar gibt es auch B\u00e4ckereien, die gutes Brot verkaufen, diese lassen sich das aber auch entsprechend bezahlen. Und hier liegt eigentlich meine Kernaussage: Du kannst dich gr\u00f6\u00dftenteils so ern\u00e4hren wie zu Hause, jedoch wird es weder billig noch einfach werden. Daher lautet mein Rat, die Gelegenheit zu nutzen und sich mit der japanischen K\u00fcche vertraut zu machen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-80941\" src=\"https:\/\/gogonihon.com\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/transportation.png\" alt=\"\" width=\"798\" height=\"436\" \/><\/p>\n<h2><strong>Transport <\/strong><\/h2>\n<p>W\u00e4hrend ich mich zu Hause meist mit Auto oder Fahrrad fortbewegt habe, benutze ich in Tokyo wie Millionen anderer Menschen nat\u00fcrlich den Zug. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind relativ schnell erkl\u00e4rt: Es ist eine billige, schnelle und verl\u00e4ssliche Art sich fortzubewegen, gerade da das japanische Bahnsystem nahezu an Perfektion grenzt. Allerdings gibt es auch hier ein paar gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftige Aspekte, allen voran die Menge an Menschen, welche sich t\u00e4glich in die Wagons dr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr viele Touristen z\u00e4hlt die morgentliche Rushhour in Japan zu einer der ungew\u00f6hnlichsten Erfahrungen. Um es kurz zu beschreiben, nachdem ich jeden Morgen in der <em>Yamanote Line (<\/em>\u5c71\u624b\u7dda <em>) <\/em>die Rushhour mitmache, kann ich klar sagen, dass der Begriff <em>\u201epers\u00f6nlicher Freiraum\u201c <\/em>hier gr\u00f6\u00dftenteils nicht existiert. Sp\u00e4testens, wenn deine Bluetooth Kopfh\u00f6rer kein Signal mehr von deinem Smartphone in deiner Hosentasche bekommen, wei\u00dft du, was es bedeutet, wenn der Zug <em>\u201evoll\u201c <\/em>ist.<\/p>\n<p>Allerdings muss ich trotzdem betonen, dass ich mich mittlerweile daran gew\u00f6hnt habe und jeden japanischen Zug denen in meiner Heimat vorziehen w\u00fcrde. Denn Versp\u00e4tungen sind selten, die Z\u00fcge klimatisiert und sauber, und die Menschen unglaublich zivilisiert und diszipliniert.<\/p>\n<h2><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-80921\" src=\"https:\/\/gogonihon.com\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/german.png\" alt=\"\" width=\"798\" height=\"436\" \/><\/h2>\n<h2><strong>Wenn die Stadt zum Wohnzimmer wird <\/strong><\/h2>\n<p>Gerade hier in Tokyo, aber auch in vielen anderen St\u00e4dten Japans, ist der Wohnraum knapp. Daher sind die meisten bezahlbaren Apartments alles andere als ger\u00e4umig, was f\u00fcr sich selbst schon meistens eine gewisse Eingew\u00f6hnungszeit erfordert. Allerdings kommt mit kleinen Apartments noch ein ganz anderer Wandel im Alltag daher: Man verbringt sehr viel mehr Zeit au\u00dferhalb der eigenen vier W\u00e4nde, die Stadt wird gewisserma\u00dfen zum neuen Wohnzimmer.<\/p>\n<p>Ich selbst bin eigentlich ein sehr heimischer Mensch, der eine gute Hausparty jedem Clubbesuch vorzieht. Doch hier in Tokyo bemerkte ich schnell, dass dies aufgrund der fehlenden Fl\u00e4che wohl kaum m\u00f6glich sein werde. Und so tobte ich mich in <em>Izakayas<\/em> (\u5c45\u9152\u5c4b), Restaurants und Karaoke Bars aus und verbrachte mehr und mehr Zeit damit auszugehen. Aber genau das macht das Besondere in Japan aus, denn am Ende des Tages sind es solche Erfahrungen, welche dir ein tieferes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Kultur Japans und seiner Bewohner geben.<\/p>\n<p>Denn glaube mir: Du hast nicht gelebt, bevor eine ganze Izakaya voll mit angetrunkenen japanischen Studenten mit dir und deinen Freunden laut \u201eHappy Birthday\u201c singt, f\u00fcr jemanden, der eigentlich gar nicht Geburtstag hat. Es sind diese Geschichten, welche dir ein Leben lang erhalten bleiben, und du machst sie nur in den seltensten F\u00e4llen in deinen eigenen vier W\u00e4nden!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend meinem ersten Aufenthalt dort, konnte ich zahlreiche neue Erfahrungen\u00a0in Japan machen. Hier m\u00f6chte ich euch gerne etwas von meinen Erlebnissen erz\u00e4hlen. Als ich vor ein paar Monaten in meinem Apartment in Tokyo das erste Mal aufwachte und meine Augen \u00f6ffnete, brauchte ich einen Moment, um zu realisieren, wo ich eigentlich war. Ich schlenderte zum [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":117,"featured_media":29515,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[422],"tags":[1149,818,812],"class_list":["post-31637","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-leben-in-japan","tag-erfahrung","tag-im-ausland-leben","tag-umzug"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gogonihon.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31637","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gogonihon.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gogonihon.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gogonihon.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gogonihon.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31637"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/gogonihon.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31637\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gogonihon.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29515"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gogonihon.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31637"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gogonihon.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31637"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gogonihon.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31637"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}